Das Wunder vom Sparrplatz

Wem der Januar zu bäh ist: Diese kleine Vater-Sohn-Geschichte wärmt wieder auf.

kafka on the road

strudelka

Es wird langsam kalt. Die Dämmerung bricht herein und ich stapfe missmutig durch den frisch gefallenen Schnee. Mein Sohn hat sich auch müde gelaufen und sich in den Kinderwagen geflüchtet. Warm und weich hat er es da in seinem Daunensack, aber auch er weiß nicht so recht was er hier draußen soll. Ich brauche ein Ziel, einen Kaffee, einen guten. Das ist mein einziger Orientierungspunkt. Aber wir finden keinen Platz in der Herberge. Ich habe schon meine gewohnte Strecke durch den gentrifizieren Teil des Wedding abgelaufen, in den ich mich manchmal flüchte. Aber alle Cafes sind zu.  Es ist der Tag nach den Heiligen drei Königen. Anscheinend sind all die schicken jungen Leute, die sonst hier ihren Latte schlürfen noch bei ihren Eltern in Westdeutschland. Oder zum Skifahren oder sonstwas Wunderbarem.  Nur ich laufe hier rum, allein mit Kind und Wagen und es wird immer dunkler. Ein wild gestikulierender Mann…

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